4-Rad-Antrieb ohne Mitteldifferential

  • Hallo,


    ich habe Wikipedia zum Thema Allradantrieb (4-Rad-Antrieb) gelesen, da mein TT-01 auch 4 angetriebene Räder hat. Laut Wikipedia gibt es scheinbar keinen 4-Rad-Antrieb ohne Mitteldifferential, von einigen Kuriositäten wie dem Mondfahrzeug abgesehen. Ich grüble noch wie das dann beim TT-01 funktioniert.


    Markus / Omi

    • Offizieller Beitrag

    Das ist ganz einfach.


    Ein Differetial (Ausgleichgetriebe) dient dazu die unterschiedlichen Drehzahlen der Räder bei der Kurvefahrt auszugleichen.
    Aber auch die Achsen drehen in dieser Situation unterschiedlich; vorne schneller als hinten. Dies soll / muss eigentlich auch ausgeglichen werden um die Reibungskräfte (Gegendruck) zwischen den Achsen zu minimieren/auszugleichen.


    Da dies aber beim Modellauto zu vernachlässigen ist, ist es in den 1:10 Modellen nicht zu finden. Bei Modellen ab 1:8 findest du ein Mitteldifferential. Bei diesen Modellen wirken auch ganz andere Kräfte auf den Antriebsstrang.

  • Hallo,


    ich habe Wikipedia zum Thema Allradantrieb (4-Rad-Antrieb) gelesen, da mein TT-01 auch 4 angetriebene Räder hat. Laut Wikipedia gibt es scheinbar keinen 4-Rad-Antrieb ohne Mitteldifferential, von einigen Kuriositäten wie dem Mondfahrzeug abgesehen. Ich grüble noch wie das dann beim TT-01 funktioniert.


    Markus / Omi


    Kuriositäten???
    2cv Sahara oder auch Allrad Ente genannt (kennt kein Mensch mehr*denk)
    Serie=1 Motor 1 tank 1 Getriebe 1 Angetriebene Achse 16,5 PS
    4x4 =2 Motoren 2 Tanks 2 Getriebe 2 Angetriebene achsen 2x 16.5 PS
    zum Zusachalten des 4x4 musste man den 2. Motor starten *lol

  • Moin,


    ich komme da jetzt nicht ganz mit. Mit "Mitteldifferential" ist das Diff zwischen Vorder- und Hinterachse gemeint, ja? Also zu den Zeiten, wo ich Allradler gefahren bin, hatte nur der Range Rover ein Mitteldiff. Kein Suzuki, Daihatsu, Toyota, Jeep, oder ähnliches in Serienausstattung hatte ein Differential im Transfergetriebe. Es kann sein, dass es da eine Variante beim Jeep gab, Quadra Trac, aber ob das ein Mitteldiff hatte weiß ich jetzt nicht.


    Also im Prinzip ist 4x4 ohne Mitteldiff nix Ungewöhnliches.


    Und was was Lunar Roving Vehicle betrifft, der brauchte gar kein mechanisches Differential, weil er je einen Elektromotor pro Rad hatte ...


    Cheers
    Martin

  • Es kommt auch immer auf die Art des Allradprinzips an.
    Nehmt zb Audi und VW.
    Die haben eine Haldexkupplung als Verbindung zur Hinterachse.
    Das funktioniert quasi als Mitteldiff. da die Kupplung nicht immer geschlossen ist.
    Richtige Offroad Geländewagen (Nix SUV und so zeug) haben einen Zuschaltbaren Allrad.
    Das ist auf der Straße schon zu spüren ob AWD oder FWD (RWD).
    Der Einzige Hersteller der immer ein Mitteldifferential einbaut ist Subaru.
    Der hat ja auch permanent Allrad und nicht zuschaltbar.


    Ich denke so in etwa stimmt's.


    Gruß Ralf

    • Offizieller Beitrag

    Aaaaalsooo :streber: Klugscheißermodus AN


    Mein Papa is näääämlisch KeFZett-Meschaaniger! So. :hammer:


    Bei den meisten "alt" bekannten Allradvarianten, handelte es sich auch meist um Antriebe für den reinen Geländegebrauch. Diese durften meist auch nur im Stand zugeschaltet werden. Nur im Gelände weil, sie eben die Drehzahldifferenz zwischen VA und HA beim befahren einer Kurve NICHT ausgleichen konnten und es somit zu "verspannungen" im Antriebsstrang kam / kommen konnte. Dies kann/konnte auch zum Kardanwellenbruch führen. Auf losem Untergrund natürlich nicht "so".


    Bei moderneren / heutigen Allradfahrzeugen /-konzepten, ist dieser meist permanent bzw. ohne Probleme auch im normalen Strassenbetrieb erlaubt / einsetzbar. Dies verdanken wir aber dem Einsatz des Mitteldifferentials, da es eben diesen Drehzahlunterschied der VA und HA ausgleicht. Genauso wie das Differential in der Achse die unterschiedliche Drehzahl des kurvenäusseren und kurveninneren Rades.


    Klugscheißermodus AUS :umarmung: :engel:


    Wer schonmal das Vergnugen hatte mit einem alten LADA Niva zu fahren, oder mit einem "frühen" Jeep Wrangler, der kennt diesen "Allrad nur im Gelände"-Hebel neben dem Schalthebel. Heute bietet dieser zusätzliche Hebel meist di Funktionen Heckantrib, ALLRAD und ALLRAD mit UNTERSETZUNG. Der ALLRAD kann dann auch ganz normal im Straßenbetrieb eingesetzt werden und die UNTERSETZUNG ist für schwere Lasten anzuziehen oder für steile Fahrten im schweren Gelände (Träckergang).

  • Ist ein Mitteldiff nicht sehr unpraktisch? Das gibt dann doch die meiste Leistung auf die Achse, die die geringste Bodenhaftung hat. Von dem, was dann noch übrig ist bekommt das Rad, das den meisten Schlupf hat, die meiste Antriebsleistung? In sofern ist der Allradantrieb im TT-01 eigentlich viel effizienter.

  • Holger
    So in die Richtung war es von mir auch gedacht (bin auch KFZler, bei Subaru).


    @Omi
    Schön beobachten kannst du das bei 1/8 Buggys.
    Wenn die Gas geben gehn die vorn hoch und die Reifen vorn drehen durch.
    Es lebe das Mitteldiff.!


    Der Wendekreis wird halt schon recht viel kleiner dadurch.
    Sonst hätten die Buggys schon etwas huddel auf ner Rennstrecke.
    Für Glattbahner gibt es dafür aber ein Frontfreilauf.
    Da wird im schiebebetrieb die Vorderachse von Antriebsstrang getrennt.
    Dadurch werden wider kleinere kurven möglich.


    Gruß Ralf

  • Wer schonmal das Vergnugen hatte mit einem alten LADA Niva zu fahren, oder mit einem "frühen" Jeep Wrangler, der kennt diesen "Allrad nur im Gelände"-Hebel neben dem Schalthebel. Heute bietet dieser zusätzliche Hebel meist di Funktionen Heckantrib, ALLRAD und ALLRAD mit UNTERSETZUNG. Der ALLRAD kann dann auch ganz normal im Straßenbetrieb eingesetzt werden und die UNTERSETZUNG ist für schwere Lasten anzuziehen oder für steile Fahrten im schweren Gelände (Träckergang).

    Das stimmt so nicht ganz. Der Wrangler hat auch bei der letzten Baureihe, dem JK noch kein Diff im VTG und somit ist der Allrad nicht problemlos auf der Straße einsetzbar.
    Auf trockener Straße manifestiert sich das mit Verspannungsgeräuschen und schlechterem Kurvenverhalten. Schlimmstenfalls führt es zu Bruch irgendeiner Welle oder eines Gelenks.
    Auf nasser Fahrbahn merkt man es weniger. Hier schiebt er in engen Kurven aber dann leichter über die Vorderachse. kniepend