und wieder mal ein Ebay Träumer

    • Offizieller Beitrag

    Eine elektronische Drehmomentverteilung/Mitteldifferential findet man im Clod.
    Da die vordere und hintere Achse nicht mechanisch miteinander verbunden sind und Strom sich den Weg des geringsten Widerstandes sucht wird der Strom immer an dem Motor anliegen, der den wenigsten Widerstand bietet. Was ich eigentlich als Nachteil sehe.
    Noch was deutlicher:
    Stellt euch den Clod von der Seite vor und die beiden Achsen stellen die Reifen dar.
    Wenn nun ein Reifen (Achse) in der Luft hängt, dann geht das Drehmoment (der Strom) dort zum Rad (Motor). Sprich, wenn der Clod einen Sandhaufen hoch fährt und die Vorderachse die Bodenhaftung verliert, dann dreht genau sie am schnellsten und die Hinterachse hat das Nachsehen und bleibt stehen.


    Also ich sehe das als Nachteil.


    Ich hoffe ich hab das gut genug erklärt! :kniep:

  • Das ist ja wirklich ned grad super. Dann würde der Clod mitten am Buckel stehen bleiben, weil die Kraft dann in der vorderen Achse anliegt.
    Hat man das nur beim Stock Clod oder gilt das generell?


    Gruß Domi

  • Webmaster_HL


    hilfe, du verwirrst mich :)


    denn ein drehmomentverteilung entspräche einem torsendiff anstelle eines mitteldiffs (eingebaut zwischen vorder- und hinterachse). ein mitteldiff würde lediglich die drehzahlunterschiede der vorder- und hinterachse ausgleichen. ein torsendiff bringt das drehmoment auf die langsam drehendere und belastete achse. das mitteldiff dagegen auf die schneller drehende und unbelastete achse.


    und der von dir beschriebene effekt am sandhaufen kann eigentlich nur auftreten, wenn die motoren in serie geschaltet werden. bei einer parallelschaltung (clod) tritt das nicht auf.


    mit anderen worten und in bezug auf dein sandhaufenbeispiel:


    serielle schaltung:
    an beiden motoren liegt bei gleicher belastung die gleiche spannung an. bei gleichmäßiger belastung beider motoren allerdings nur die hälfte der akku spannung.
    der aufgenomme strom und die spannung unterscheiden sich je nach belastung des motors/achse.
    bei deinem sandkastenbeispiel tritt nun eine ungleiche belastung der motoren auf. das heißt, der hinter steht (strom- und spannungsaufnahme = 0 ), der vordere motor bekommt nun zusätzlich die spannung, die zuvor an dem hinteren motor anlag (also die volle akkuspannung). ergebnis: der entlastete vordere motor dreht wie wild und der hinter belastete motor steht und der vortrieb ist gleich null.


    parallelschaltung:
    an beiden motoren liegt die gleiche spannung an. lediglich der aufgenomme strom unterscheidet sich je nach belastung des motors/achse.
    wenn die vorderachse die haftung verliert, wird der motor schneller drehen, da er jetzt ja ohne last arbeiten kann. an der hinterachse liegt aber immer noch die gleiche leistung/spannung an und schiebt unverändert weiter nach vorne.
    aus diesem grund machen clods auch gerne eine rolle rückwärts, wenn man mit zu viel zunder den hügel rauf donnert.


    fazit:
    - serielle schaltung: schlecht
    - parallele schaltung: gut


    so, hoffe der verwirrung genüge getan zu haben


    gruss


    drbender