Was soll das hier sein? Ich dachte ein Modellbauforum, ist wohl eher was zum Sex-Tabletten verticken, wenn ich mir die Beiträge des letzten Tages anschaue...

  • hey Janis.

    Dann solltest du auch mal einen Blick in die Galerie werfen, da kommen mir auch einige Sachen komisch vor. 😜


    Leider nicht mehr so viel los hier im Forum, was ist passiert?

  • Damals hieß es die wären alle auf facebook. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass kaum noch welche Sachen in Geschäften und Marken kaufen. Die kaufen bestimmt alle billigen Schrott auf Temu und Co. Dann ist das kaputt und wird weggeworfen. Da macht sich niemand die Mühe etwas zu reparieren.

  • Ja, es hat sich viel in der (Modellbau) Gesellschaft gewandelt, nicht nur in den Foren, da ich nie auf Facebook war und auch kein WhatsApp habe, bin ich da eh raus. Ich habe mich aus den meisten Foren zurückgezogen, da sich eine Kultur entwickelt hat, die mir nicht mehr gefällt, die Offenheit, die früher in der Community war, ist immer mehr zu einer Löschkultur geworden, selbst Beiträge, die mit dem Hobby zu tun hatten, werden ohne ersichtlichen Grund entfernt.


    Auf Treffen und Veranstaltungen bin ich auch schon seit Jahren nicht mehr gewesen, ich habe keine Lust, daß von mir, von allen Seiten, die ganze Zeit Videos gemacht und dann veröffentlicht werden. Früher trafen sich 20 Leute mit 5 Fotoapparaten, da wurden ein paar Fotos von den Modellen gemacht, man war ja hier um zu fahren und nicht um einen Film drehen, jetzt treffen sich 5 Leute mit 20 Kameras und es wird 24/7 alles aufgezeichnet, nicht nur die Modelle, um die es eigentlich geht.


    YouTube ist dem Hobby auch nicht wirklich förderlich, die Menschen, die einsteigen wollen, kommen, eben dank YouTube, mit komplett falschen Vorstellungen an und wenn man versucht sie auf den Boden zu bekommen und mit etwas vernünftigen für den Einstieg wirbt, wird man von anderen Teilnehmern noch angegangen, das wäre doch Geldverschwendung, man wird ja eh aufrüsten. Irgendwie scheint Geld ein Rolle und doch keine Rolle zu spielen, mit X-Maxx & Co anzufangen, scheint bei den Fahrzeugen normal zu sein, von den meisten Einsteigern hört man dann nie wieder etwas und wenn doch, geht es um Dinge, die man bei einem vernünftigen Einstieg vorab (günstig) gelernt hätte.


    Auch ist ModellBAU mittlerweile der falsche Begriff, es wird fast ausschließlich nur noch fertig gekauft, daß sich Firmen wie Tamiya, die in der Masse Bausätze anbieten, immernoch halten, grenzt an ein Wunder, die haben aber mehr als ein Standbein, der Plastikmodellbau wird noch als solcher Gepflegt, dort wird noch gebaut. Im RC-Bereich habe ich jedoch nicht mehr das Gefühl, daß die Bausatzmodelle noch großartig bewegt werden, zum Fahren wird dann doch lieber das RTR verwendet, sich hinsetztzen und ein Chassis zusammenzudremeln, ist in Zeiten des 3D-Druck auch keine (spaßige) Option mehr.


    Das betrifft nicht nur die Autos, auch die Flieger und Schiffe sind betroffen. Bei den Fliegern dominieren die Schaumstoffbomber, dank Unmengen an Elektronik kann jeder Depp (Entschuldigung für den Begriff) aus der Box raus fliegen, das betrifft alles, die Flächenmodelle, Helikopter und im speziellen, die allseits beliebten Voyeur-Gadgets, die Drohnen. Modellpiloten, die noch einen Helikopter komplett ohne Kreisel fliegen können, wird man an einer Hand abzählen können. Die Schaumstoffflieger haben eine Kultur des "bauen, fliegen, zerstören, bauen" entwickeln lassen, wobei "bauen" relativ zu sehen ist, da wird mit etwas Heißkleber herumhantiert und innerhalb weniger Stunden fliegt das Ding, dank totaler Übermotorisierung soger entgegen der meisten Gesetze der Aerodynamik. Das sich jemand noch monatelang in den Keller setzt und aus Balsaholz, nur nach einem Bauplan, ein Flugzeug aufbaut, ist kaum noch zu erwarten und wenn doch, dann unter Zuhilfenahme von einer CNC-Fräse oder eines Lasercutter, der die Teile, auf den Zehntel eines Millimeter genau, ausschneidet, von Hand aussägen und zurechtschleifen, das wird keiner mehr auf sich nehmen. Bausätze für solche Modelle, wie man sie z.B. noch von Graupner kennt, sind auch eher noch ein Nischenprodukt.


    Bei den Schiffsmodellen ist der Wandel, meiner Meinung nach, am krassesten ausgeprägt, über den Fortbestand des richtigen Modellbau mache ich mir da (und beim der Modelleisenbahn) am meisten sorgen. Rennboote bekommt man, in überschaubarer Qualität, für nen Appel und n Ei, will man richtig schnell fahren, kommt man zwar um den Eigenbau nicht herum, da können die Plastikspielzeuge nicht mithalten, der Zeitaufwand ist hier aber übersichtlich, im Gegensatz zum detaillierten Funktionsmodell. Bei den Scale-Modellen sieht es daher anders aus, es gab und gibt zwar immer wieder mal ein hübsches Fertigmodell von Titanic, Bismarck und Co zu kaufen, die sind dann aber meist schnell vergriffen, weil es sich um Kleinserien handelt, kein Hersteller, egal wie Umsatzstark er ist, wird sich von so einem Modell, dessen Herstellung selbst in der Fabrik dutzende Stunden dauert, hunterte auf Lager legen, bei einem Kaufpreis von 1000€+, ist der Käuferkreis eh überschaubar, bei richtigen Scalern gibt es daher immernoch keine richtige Alternative zum Bausatz oder Eigenbau.


    Es gibt immernoch genügend Auswahl an Bausätzen, sowohl für Anfänger, als auch für den Profi, allerdings ist es vielen Modellbauern zeitlich gar nicht mehr möglich, sich stundenlang im Keller zu verkriechen, um sein Schmuckstück zu bauen, das moderne Leben lässt dafür immer weniger Freiraum. Es gibt auch tolle Baupläne für Einsteiger, um sich ein Modell wirklich komplett und in überschaubaren Zeitraum zu bauen, allen voran die Springer Tugs sind mir in Erinnerung geblieben, von denen sind, vor allem vor etwa 15 Jahren, hunderte gebaut worden, leider war das aber wohl nur ein Trend, der schon lange zu Ende ist. Die Anzahl derer, die im Schiffsmodellbau noch wirklich Hand anlegen, schrumpft immer weiter zusammen, was da noch halbwegs anhält, ist (leider) der Trend zum Modelldrucken.


    Der Trend zum 3D-Druck ist sicherlich eine deutliche Erleichterung im Scale-Modellbau, man muß ja nicht jedes Details aus einem Stück Material herausarbeiten, das hat man aber auch früher schon nicht gemacht, viele Beschlagteile gab es auch damals schon als Zubehör, wenn aber (fast) das ganzen Modell aus dem Drucker kommt, es gibt schon unzählige Vorlagen von kompletten Modellen im Netz, ist das dann noch Modellbau?


    Viel gelaber von mir, aber es ist halt leider so, daß der Wandel in dem Hobby, mit dem ich groß geworden bin, nicht unbedingt gut getan hat, sowohl beim Bau, bei den komerziellen Angeboten, als auch in der Community. Ob sich dieses Forum hier so wiederbeleben lässt, wie es mal war, glaube ich, ehrlich gesagt, nicht, die Monstertrucks, um die es hier ursprüngliche ging, sind auf dem Feld schon lange verschwunden, Clod Buster, Savage & Co sind nur noch Kuriositäten aus vergangenen Tagen und fristen ihr Dasein auf Regalbrättern und in Vitrinen. Mir würde es ausreichen, wenn der Bestand an Wissen, den es hier über die "historischen" Modelle gibt, eingefrohren wird und es einen neuen, beschreibbare Bereich gibt, in dem man sich austauschen kann, sollte es hier tatsächlich wieder mehr Leben geben, kann der alte Teil als eine Art Wiki dienen, der moderne "Krempel" hat damit eh nicht mehr viel gemeinsam.

  • Leider waren die Treffen von mir aus gesehen immer so weit weg. Hätte aber schon Lust darauf gehabt. Für Modellbau war ich noch nirgendwo.


    Das mit den Treffen (wo ich teilweise bin, also Retrocomputer) kann ich unterstreichen, also mit dem ständigen Fotos machen usw. Alles wird dokumentiert. Und das mit dem Löschen ist mir da auch aufgefallen. Wenn man eine andere Meinung vertritt, dann wird man gleich gemobbt. Einige können sich alles erlauben, andere nicht.

    Anderen helfen wird häufig als persönlicher Angriff gewertet. Einige nehmen es mit Straftatbeständen auch nicht so genau und erfinden einfach Sachverhalte. Diese werden unter Nennung des Klarnamens öffentlich im Internet verbreitet, man als Betrüger hingestellt usw. Niemand hinterfragt das, sondern nimmt es als Wahrheit hin. Er hat das ja gesagt. Als ich einen mal darauf hingewiesen habe, meinte er nur seine Aussage wäre Beweis genug und damit war das erledigt. Ich war davon betroffen und hoffe jetzt auf die Justiz. Schreiben von Anwälten hat der komplett ignoriert.


    Ich sag mal ein komplettes Modell habe ich auch nie alleine gebaut. Bei mir wurden Bausätze mit Teilen verbessert, aber immerhin habe ich die selbst zusammengebaut.

  • Auf Treffen zu gehen, das habe ich auch in Foren zu anderen Themen probiert, immer mit dem Ergebnis, daß es das erste und das letzt Mal war. Je mehr es in Richtung Schw...verlängerung ging (Sorry für wie Wortwahl :) ), umso eingefahrener waren sie in ihrer Meinung, neues oder gar Fehlerkorrekturen wurden nicht akzeptiert, die Gruppen, die sich gebildet haben, haben niemanden mehr aufgenommen und je mehr Geld man zum investieren hatte, umso weiter oben stand man in der Hackreinfolge.


    Anders im Modellbau, egal in welchem Bereich, Auto, Flugzeug, Schiffe, Eisenbahn, etc., jeder wird offen empfangen und es gibt immer nette Gespräche. Das hat immer funktioniert, egal ob jemand mit einem einzelnen Einsteigermodell kam oder mit einem Multitauseneuro Fuhrpark. Ich denke nicht, daß sich das heute geändert hat, einzig die Videoaufnehmerei stört mich.


    Was ich seit letztem Jahr überlege, in meiner Region gibt es einen Modellschiffchenverein, der auch bei YouTube aktiv ist, die sind mir positiv aufgefallen, da sie nur die Schiffchen zeigen. Ich habe sie darauf angesprochen und als Rückmeldung erhalten, daß das bei ihnen so üblich ist's, niemand filmt die Personen an Land, darauf achten sie recht streng, da es bei ihnen, wie es sein soll, um die Modelle geht. Eventuell besuche ich sie mal, mit meinem kleinen Springer Tug wäre da auch mal was anderes auf dem Teich als nur langweilige Scale-Modelle! :grosses_grinsen:

  • Meine schlimmste Veranstaltung war vor einigen Jahren. Das war ein Treffen um zu löten, ich wusste das nur nicht und die haben mich vorher noch verarscht. Ich dachte, das wäre wie bei uns im Norden. Hatte noch gefragt falls mal was zu reparieren wäre, ob denn auch ein Lötkolben vorhanden wäre, Antwort war nur, ja bestimmt. Jedenfalls ging das über mehrere Tage und ich kam mir vor wie in einer chinesischen Fabrik. Kaum jemand hat geredet, man hörte nur das Klonk vom Lötkolben, wenn man den in den Ständer steckt. Leider hatte ich Mitfahrer einige Tage später, sonst wäre ich gleich gefahren. Wollte auf dem Rückweg noch einen Umweg fahren und irgendwas abholen. Jedenfalls habe ich vor der Abfahrt noch gefragt was das für ein komisches Treffen wäre und warum die sich zum Löten treffen würden. Ich meine, wenn jemand etwas nicht schafft oder kann, dann ist das ja ok, aber da hat quasi jeder irgendwas für sich selbst gemacht. Löten kann ich auch zuhause, dafür muss ich nicht 700km fahren. Das Zitat haben die noch jahrelang verwendet um sich über mich lustig zu machen.

    Bei mir in der Nähe gibt es auch einen Modellverein, aber ich habe nicht immer Zeit dafür und deshalb sind Vereine nicht so meins.